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Der PokerStars Client BOOM ist da

Es gab immer wieder Probleme bei der Veröffentlichung – schon seit Mai schob Pokerstars den Release immer wieder hinaus und startete seinen Poker Client mit dem Namen BOOM vorerst nur in ausgewählten Ländern, darunter Italien und Frankreich sowie für die Mitglieder des Team PokerStars. Letzte Woche ging nun endlich auch für alle anderen Poker Spieler eine Beta Version von BOOM online.

Der Client ähnelt bereits existierenden Tools bei pokerhand.org und weaktight.com, aber es gibt auch eine Menge neuer Features, vor allem in Hinsicht auf die Einbindung in die Social Media Seiten. Du kannst deine Pokerhände und Action im beliebten Replayer erneut spielen oder die Ergebnisse auf vielen Social Media Seiten (leider nicht auf facebook, da diese Echtgeldspiele verbieten) oder deinem eigenen Blog teilen.

Der BOOM Client schlägt eine Brücke zwischen Echtgeld Poker Sites und Social Media Angeboten. Die Benutzung ist ganz einfach: Du musst nur auf den kleinen roten Stern in der Chat Box der Hand History klicken oder die BOOM Einbindung des Replayers nutzen. Auf diese Weise teilst du ganz leicht deine Poker Hände zum Beispiel auf Twitter (ohnehin ein beliebtes Tool für Poker Spieler) oder direkt auf der Seite des Clients www.boomplayer.com.

Boomplayer.com bietet eine Reihe an interessanten Features: eine Suchfunktion, die dich die Seite nach befreundeten Poker Fans oder besonders interessanten Posts durchsuchen lässt zum Beispiel. Natürlich gibt es hier auch viele hilfreiche Filter (meist diskutiert, meist gesehen, beliebteste Hände, aktuellste Hände). Dazu findest du auf der Seite eine Cloud, welche die aktivsten BOOM Spieler zeigt und dich mit einem Klick auf deren Profilseite bringt. Hier findest du natürlich auch die Hände der Team PokerStars Spieler.

Ganz ohne Schwierigkeiten geht ein solch komplexer Social Media Client natürlich nicht an den Start. Vor allem ältere Computer haben derzeit noch mit Lags und Abstürzen zu kämpfen. Die Technik Profis von PokerStars arbeiten natürlich bereits mit Hochdruck an der Verbesserung von BOOM.

WSOP 2012 – die Großen Gewinner

Die WSOP steht nun vor dem Final Table der World Series of Poker Meisterschaft im Oktober. Wir präsentieren an dieser Stelle die größten Gewinner der diesjährigen WSOP:

Platz 4: Phil Hellmuth

Phil Hellmuth sammelt WSOP Bracelets wie andere Leute Gummibänder. Du magst ihn nicht? Du magst nicht, was er sagt? Was soll’s? Er hat 12 Braceltes auf seinem Kamin stehen. Du glaubst, dass er ein Unsympath ist? 12 Bracelets. Der Rest der Poker Szene zeigt mit dem Finger auf ihn? 12 Bracelets! Egal, was der Rest der Welt denkt, der umstrittene Profi schafft es immer wieder seine Führung auszubauen. Auch dieses Jahr gewann er wieder eines der begehrten Armbänder – beim Event 18. Und damit ist er der einzige der ganz großen Spieler, der es geschafft hat sich einen Preis zu sichern. So müssen alle anderen ein Bracelet mehr gewinnen, bevor sie sich ernsthaft über Hellmuth beschweren dürfen.

Platz 3: Antonio Esfandiari

Du hast es sicher gehört: Esfandiari ist der Gewinner des Mega Poker Events The Big One for One Drop. Das Turnier hatte einen Buy-In von bis dato nie da gewesenen einer Million Dollar. Bei 48 Teilnehmern hieß das wahnsinnige 18,3 Millionen Dollar für Esfandiari. Das katapultierte ihn ganz nach oben auf die Bestenlisten des Weltklasse Pokers. Aber mit seinem Gewinn des Big Ones war er nicht aus dem Rennen. Esfandiari war keine 24 Stunden später auf den größten UFC Karten zu finden und sein Agent Brian Balsbaugh wird den Hype so lange es geht am Laufen halten. Wir werden mit Sicherheit in Zukunft noch viel von Antonio Esfandiari hören.

Platz 2: Greg Merson

Wenn du jetzt fragst “Greg – wer?”, dann beweist das nur, dass du das Main Event der diesjährigen World Series of Poker nicht verfolgt hast. Greg Merson ist der Newcomer und Gewinner des Jahres 2012. Vor dem Main Event hatte er nie mehr als 22.000 Dollar in einem Live Turnier gecahst – er war ein reiner Online Spieler – bis jetzt. Er saß an der Final Table Bubble im Event 28, dann gewann er 1.136.197 Dollar und das Bracelet im Event 57 und dann – um dem ganzen die Krone aufzusetzen – sitzt er nun am Final Table des Main Events mit dem dritthöchsten Chip Stack. Als Spieler des Jahres werden wir noch einiges von ihm hören, wenn er an der WSOP Europe im Oktober teilnimmt –und natürlich am Finale der WSOP selbst. Egal, wie er dort abschneidet, er hat auf jeden Fall schon mal 1.978.125 Dollar in der Tasche und die Chance 7,7 Millionen, wenn er gewinnt.

Platz 1: Eine Menge unbekannter Spieler

Für die Medien ist es immer schön, wenn sie einen großen Namen haben, den sie in die Headlines schreiben können. Dieses Jahr wird das schwierig, denn am Tisch der October Nine sitzt kein bekannter Spieler – die haben sich alle sehr früh verabschiedet. Merson hat schon Staub aufgewirbelt und Jacob Balsiger könnte der jüngste WSOP Champion aller Zeiten werden, aber ansonsten sind die acht Amerikaner und der eine Ungarn unbeschriebene Blätter. Vielleicht nicht so interessant für die großen Medien, aber es beweist mal wieder, dass es einfache Online Poker Spieler ohne millionenschwere Sponsoren ganz nach oben schaffen können.